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Prof. Dr. Markus W. BüchlerSehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

sehr herzlich lade ich Sie zum 129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie mit all ihren Fachgesellschaften ein. In bester Tradition wird diese wichtige Veranstaltung für alle Chirurgen in Deutschland vom 24. April bis zum 27. April 2012 im ICC Berlin stattfinden. Als Motto für die Jahrestagung 2012 habe ich „Chirurgie in Partnerschaft“ gewählt.

Die Chirurgie, getragen von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und ihren zehn großen Fachgesellschaften, ist heute mehr denn je eine zentrale Disziplin der Medizin und damit bedeutender Bestandteil moderner Diagnostik und Therapie für unsere Patienten.

Kollegiale Partnerschaft mit den uns unmittelbar zuweisenden und zugeordneten ärztlichen Kollegen anderer Disziplinen macht die Chirurgie zu einer modernen und von unseren Patienten dringend erwünschten interdisziplinären Kraft. Ich denke hier im Besonderen an die Partnerfächer Kardiologie und Kardiochirurgie, Pädiatrie und Kinderchirurgie, Neurologie und Neurochirurgie, Medizinische und Chirurgische Onkologie. Uns Chirurgen gleichermaßen nahe steht die Anästhesie als täglicher Partner im Operationssaal. Der Chirurgenkongress 2012 wird diese so notwendigen Partnerschaften intensiv beleuchten, aber auch kritische Entwicklungen im Sinne von „unerwünschten Umarmungen“ transparent machen. Die Chirurgie darf bei aller positiver Entwicklungsstimmung in Richtung spezialisierter Bauch-, Gefäß- oder Herzmedizin ihr klares Gesicht nicht verlieren.

Die Pflege ist in den vergangenen Jahren zu einem unverzichtbaren Partner der Chirurgie auf Augenhöhe geworden. Diese durchaus positive Entwicklung braucht neue Organisationsformen.

Chirurgen sind auch Partner der Patienten, insbesondere im Sinne der beiderseitigen Erwartungen. Kostenträger im Gesundheitswesen, die forschende Pharma- und Medizinprodukteindustrie und last but not least die Gesundheitspolitik vervollständigen den Reigen der chirurgischen Partner.

Der Chirurgenkongress 2012 wird eine anregende Diskussion dieser Partnerschaften zur Weiterentwicklung der Chirurgie bieten.

Ein weiterer Schwerpunkt des Deutschen Chirurgenkongresses 2012 wird die Chirurgische Forschung sein. Die Entwicklung unseres Faches ist überaus dynamisch, weil so viel und so erfolgreich geforscht wird. Die Chirurgische Forschung ist besonders innovativ, wenn wir an die Transplantation, die Entwicklung neuer Materialien zum Ersatz von Organen oder Organbestandteilen und die geniale Entwicklung neuer Operationsverfahren denken. Auch die Bedeutung der Chirurgie in der Grundlagenforschung ist immer wichtiger und ernstzunehmender geworden. Nachholbedarf hat unsere Chirurgie jedoch bei klinischen Studien und im Sinne der evidenzbasierten Medizin. Der Chirurgenkongress 2012 wird Raum bieten zur Diskussion des enormen Innovationspotenzials der Chirurgie, welches aus der Chirurgischen Forschung geboren wird. Die Etablierung moderner Netzwerke zur Durchführung guter kontrollierter klinischer Studien ist Teil unserer Agenda.

Management und Managementqualität Chirurgischer Kliniken und Chirurgischer Praxen sind in den vergangenen Jahren in den Mittelpunkt gerückt. Patientengerechte Organisation unserer Chirurgischen Einrichtungen, hohe Sicherheitsstandards und die immerwährende und so erwünschte menschliche Medizin und Chirurgie werden ein weiteres Hauptthema des Deutschen Chirurgenkongresses 2012 sein. Wenn die chirurgische Fachkompetenz vor Jahrzehnten im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stand, so ist diese chirurgische Fachkompetenz heute wichtiger denn je. Aber praktisch genau so wichtig ist heute bei der zunehmend komplexen und technisierter werdenden Chirurgie die soziale und emotionale Kompetenz des Chirurgen. Sind diese Eigenschaften nur angeboren? Sicher nicht!

Aufgrund der positiven Erfahrungen während des letzten Kongresses, wird es auch diesmal wieder Schwerpunktthemen an allen Kongresstagen geben. Als Thementage haben wir „Forschung und Studien“, „Chirurgie und Partnerschaft“, „perioperative- und Intensivmedizin“ sowie „Management und Organisation“ gewählt.

Das Heidelberger Organisationskomitee des Kongresses 2012 hat sich eine Reihe von weiteren Überraschungen für Sie alle ausgedacht. Erstmals wird es an jedem Vormittag im Saal 3 Übertragungen von Liveoperationen aus unterschiedlichen Kliniken geben. Kontroverse Themen werden in Form von „Grand Slams“ ausdiskutiert. Hierbei treten die Kontrahenten gegeneinander mit dem Ziel an, die Zuhörer auf ihre Seite zu ziehen. Das Publikum stimmt im Anschluss über den Sieger ab. Sportlich wollen wir es einmal anders machen: Am Samstag wird es ein Beach-Volleyball-Turnier mit vier Spielern pro Team geben. Wir wünschen uns, dass Sie alsbald mit dem Training beginnen, um 2012 die chirurgische Teammeisterschaft zu erringen.

Berlin ist nicht nur unsere politische Hauptstadt, sondern auch die heimliche Hauptstadt der kulturellen Vielgestaltigkeit und der offenen Herzlichkeit für Besucher. Ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm erwartet Sie.

Mein Kongressteam und ich freuen uns auf Ihren Besuch beim Chirurgenkongress 2012 und auf Ihre vielen Beiträge zur Weiterentwicklung und Erhaltung unseres Faches Chirurgie.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Markus W. Büchler
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 2011/2012